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Karriere mit Ausbildung - Statements

Karriere mit Ausbildung – Statements

Unternehmen schätzen Mitarbeiter, die sich stetig fortbilden. Das zeigen mehrere Studien. Doch wie sieht die Unterstützung seitens des Arbeitgebers aus? In welchen Fällen wird gefördert? Und haben Azubis wirklich die gleichen Karrierechancen wie Hochschulabsolventen? abi» hat exemplarisch bei drei unterschiedlichen Unternehmen nachgefragt.

 

Erwin Krajewski, Leiter der Ausbildung beim Technologiekonzern Voith

Wenn man Karriere so definiert, dass es einen beruflichen Aufstieg gibt, dann machen die allermeisten Mitarbeiter bei Voith Karriere. Das heißt, über die Zeit, die er oder sie bei uns arbeitet, gibt es eine berufliche Entwicklung: von einfacheren Aufgaben zu komplexeren, von einer übersichtlichen Entlohnung zu einer höheren, sowie nach und nach Übernahme von mehr Verantwortung. Wann der nächste Schritt ansteht, finden wir in regelmäßigen Mitarbeitergesprächen heraus. Wir reden vom ersten Tag an über Ziele. So spüren wir Potenziale und Perspektiven auf. Ob jemand ein Studium oder eine Ausbildung absolviert hat, ist dabei zweitrangig.Bei uns machen keine Abschlüsse Karriere, sondern Menschen. Wir haben Mitarbeiter mit Ausbildung, die sind weiter als manch Akademiker.Was immer geht, ist, sich Bildungszeit zu nehmen, da beraten wir aktiv, diesen Anspruch wahrzunehmen. Außerdem kann sich jeder berufsbegleitend zum Techniker, Fachwirt, Betriebswirt oder Industriemeister fortbilden. Dann unterstützen wir, indem wir mit der Arbeitszeit entgegen kommen.Es gibt desweiteren finanzielle Unterstützung für Fortbildungen von unserer eigenen Stiftung, und wir stellen in Ausnahmefällen frei. In diesen Fällen müssen wir aber das Potenzial im Mitarbeiter erkennen. Das zeigt sich in Fachkompetenz, Leistungskompetenz, also die Bereitschaft, an sich zu arbeiten und besser zu werden. Ganz wichtig ist außerdem soziale und emotionale Kompetenz, denn Einfühlungsvermögen ist in unserem Geschäft wettbewerbsentscheidend.

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Michael Bleicher, Geschäftsführer beim mittelständischen Hardware-Wiederaufbereiter bb-net media

Eine kaufmännische oder technische Ausbildung bietet eine solide Grundlage, um darauf aufzubauen. Jeder Mitarbeiter hat dabei den Schlüssel zum Erfolg selbst in der Hand. Auch ein Studium ist kein Garant für eine gute Qualität eines Mitarbeiters. Ich persönlich würde mich immer wieder für den Weg einer qualitativen und hochwertigen Ausbildung anstelle eines Studiums entscheiden. Aus meiner Sicht zeigt sich deutlich, dass „Eigengewächse“ oft das Unternehmen durch Hands-on-Mentalität besser verstehen, sie identifizieren sich mehr mit dem Unternehmen und ihre Erfahrungswerte aus den verschiedenen Bereichen sind oft ein großer Vorteil.In unsere Mitarbeiter zu investieren und diese zu unterstützen ist ein ganz klares Ziel für uns. Denn das zahlt sich in der Regel am Ende für beide Seiten aus. Unterstützung bieten wir in Form von zusätzlichen Urlaubstagen für Prüfungsvorbereitungen oder Terminen, die in die Arbeitszeit fallen an, aber auch, je nach Fall, durch finanzielle Teil- oder Vollfinanzierung der Fortbildungsmaßnahmen wie etwa eine Weiterbildung zum Fach- oder Betriebswirt.Wer bei uns Karriere machen möchte, sollte allerdings ein hohes Maß an qualitativer Leistung und Einsatzbereitschaft mitbringen, einfach mit Herz und Kopf bei der „Sache“ sein. Gewisse Qualitäten wie Verantwortungsbewusstsein, Standhaftigkeit, Ausdauer, Loyalität sind zwingende charakterliche Voraussetzungen für den Erfolg im Managementbereich. Daher ist es wichtig, die Frage einer Karrierepositionsbesetzung zu stellen: „Erst das Wer, dann das Was.“Gerade in Mittelstandsunternehmen ist die Verantwortung von leitenden Angestellten deutlich höher. Das kann belastend, aber auch förderlich sein. Hier zeigt sich wieder, dass gerade Eigengewächse deutlich mehr über sich hinauswachsen und unheimliches Potential für Größeres entwickeln.

 

Uwe Bernard, HR-Direktor bei der Robert Bosch GmbH

Bosch bietet vielfache Möglichkeiten, um mit einer Ausbildung beruflich Karriere zu machen. Ein Beispiel dafür ist das Fachkräfteförderprogramm. Dabei führen wir unsere Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen Schritt für Schritt an verantwortungsvollere Aufgaben heran, die normalerweise ein Ingenieur ausfüllt.

Eine weitere Möglichkeit für motivierte Auszubildende ist eine allgemein anerkannte Fort- bzw. Weiterbildung zum Meister, Techniker oder Fachwirt. Bosch hat sich im Rahmen einer Betriebsvereinbarung mit der IG Metall darauf geeinigt, die Kosten für solche Fortbildungslehrgänge anteilig zu übernehmen. Des Weiteren gewähren wir den Teilnehmern Sonderurlaub und stellen die Fortbildungsabsolventen nach ihrer bis zu fünfjährigen Auszeit wieder ein. Im Umkehrschluss heißt dies: Bis zu fünf Jahre können sich unsere Mitarbeiter in Vollzeit extern fortbilden und haben danach eine Wiedereinstellungsgarantie.
Grundsätzlich gilt: Wer bei Bosch Karriere machen möchte, sollte Integrität, Engagement, Motivation und Teamfähigkeit mitbringen, dann stehen viele Türen offen.

04/02/2020